Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria: Geschichte, Kultur und Archäologie
Gran Canaria hat viel mehr zu bieten als Sonne und Strand. Diese paradiesische Landschaft birgt faszinierende archäologische und kulturelle Geheimnisse. In Fels gehauene Getreidespeicher und mit prähispanischer Kunst geschmückte Höhlen sind erst der Anfang!
Die Insel blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Sie wurde von einer faszinierenden Kultur geprägt, die ein unschätzbares archäologisches Erbe hinterlassen hat.
Bislang wurden 132 Fundstätten katalogisiert und es werden ganz sicher noch mehr!
Die Stätten öffnen ein Fenster in die Vergangenheit und geben Aufschluss über die Lebensweise der einstigen Bewohner und ihre politische und wirtschaftliche Situation. In Ermangelung schriftlicher Quellen sind diese Stätten von unschätzbarem Wert.
In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die vier bedeutendsten Fundstätten: Cenobio de Valerón, Cueva Pintada (Bemalte Höhle), La Fortaleza und Risco Caído.
Kommen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise und erleben Sie die Vergangenheit hautnah!
Cenobio de Valerón
In Santa María de Guía erwartet Sie ein wahrer archäologischer Schatz: der Cenobio de Valerón. Vor der spanischen Eroberung erbauten die Inselbewohner hier ein ausgeklügeltes Speichersystem in den Felsen.
Über 350 Höhlen wurden in den Berg gehauen, um Getreide und Lebensmittel sicher aufzubewahren. Die runde Form von Wänden und Böden verhinderte Verluste, und der Felsen sorgte für perfekte Lagerbedingungen.
Dieser Fund beweist den Einfallsreichtum und die fortschrittlichen Techniken der Ureinwohner Gran Canarias. Er gewährt uns Einblicke in ihre Ernährung und die Einführung von Getreide.
Infos:
- Adresse: Cuesta de Silva, 35458 Guía, Las Palmas.
- Oktober bis März: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 17:00 Uhr
- April bis September: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 18:00 Uhr
- Montags geschlossen.
- Eintrittspreis: 3 €
Museum und archäologische Stätte Cueva Pintada
Das Museum im Herzen von Gáldars Altstadt entführt Sie auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.
Bestaunen Sie die farbenfrohen Wandmalereien und erfahren Sie mehr über das Leben, die Religion und die tiefe Naturverbundenheit der damaligen Bewohner Gran Canarias.
Erleben Sie eine fesselnde Zeitreise, bei der moderne Technologie die Magie der Geschichte zum Leben erweckt
Die 1862 bei landwirtschaftlichen Arbeiten entdeckte Stätte wurde 1897 durch Ausgrabungen freigelegt, die eine Siedlung mit über 50 Steinhäusern und künstlichen Höhlen zum Vorschein brachten, insbesondere die berühmte Bemalte Höhle mit ihren lebhaften Wandmalereien. Trotz der Schwierigkeiten, die sich aus der Abnutzung durch die Besucher und aus Konservierungsproblemen ergaben, wurde die Stätte 1972 nach Schutzmaßnahmen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und die Forschung wird bis heute fortgesetzt, um ihre langfristige Erhaltung zu gewährleisten.
Infos:
- Adresse: Calle Audiencia, 2. 35460, Gáldar, Gran Canaria.
- Öffnungszeiten: Oktober bis Mai: Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 10:00 – 18:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11:00 – 18:00 Uhr. Juni bis September: Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 10:30 – 19:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10:30 – 19:30 Uhr.
- Tägliche Führungen jede halbe Stunde auf Englisch, Deutsch und Französisch.
- Sonntags und an bestimmten Tagen ist der Eintritt frei. Eintrittspreis: 6 €.
La Fortaleza de Ansite (Festung Ansite)
Die Felsengruppe, die die Ansite-Festung bildet, befindet sich in Santa Lucía de Tirajana. Die Formationen, die sich aus der Caldera de Tirajana erheben, sind als Fortaleza Grande, Chica Fortaleza und Fortaleza de Abajo oder Titana bekannt und blicken auf eine mehr als 15 Jahrhunderte lange Geschichte zurück.
Das unebene und schwer zugängliche Gelände machte diese natürliche Festung fast uneinnehmbar und bot den Ureinwohnern jahrhundertelang Schutz.
La Fortaleza war nicht nur ein Zufluchtsort und ein Zuhause, sondern hatte auch einen hohen symbolischen und religiösen Stellenwert, denn die strategische Lage war ideal für Zeremonien und astronomische Beobachtungen.
Ausgrabungen zeigen, dass der Ort seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. bewohnt war. Sie liefern spannende Einblicke in den Alltag in Bezug auf Landwirtschaft, Viehzucht und Bestattungsritualen.
Infos:
- Das Besucherzentrum befindet sich auf der GC-651 Km 1,9 – La Sorrueda,
- Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 14:00 Uhr
- Montags geschlossen.
- Eintritt: 4 €.
RISCO CAÍDO
Seit 2019 gehören „Risco Caído und die Heiligen Berge” zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ausgrabungen in Artenara brachten Keramiken, Höhlenmalereien und andere Überreste zu Tage, die Auskunft über das tägliche Leben und die religiösen Praktiken der prähispanischen Bevölkerung geben.
Risco Caído besteht aus 21 Höhlenwohnungen 100 Meter über der Schlucht, in denen die Bewohner ihre Götter verehrten und Inschriften in Fels gehauenen Tempeln hinterließen.
Das Höhlen-Observatorium Risco Caído ist ein Highlight; ein außergewöhnliches Zeugnis für den Einfallsreichtum und die Weisheit der einstigen Bewohner der Kanarischen Inseln. Durch die strategische Lage im Osten dringt durch eine natürliche Öffnung im Dach das ganze Jahr über Sonnenlicht ein. Diese einzigartige Konstruktion ermöglichte die Beobachtung von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Jahreszeitenwechsel und anderen wichtigen astronomischen Phänomenen.
Das Observatorium diente nicht nur praktischen Zwecken, sondern war auch ein heiliger Ort für Zeremonien und Rituale, die sich um den Sternenhimmel drehten.
Das Besucherzentrum bietet mit interaktiven Ausstellungen, Nachbildungen und Multimedia-Inhalten ein umfassendes Erlebnis, um mehr über Risco Caído erfahren zu können.
Infos:
- Besucherzentrum Risco Caído: Calle Camino de la Cilla, 17, 35350, Artenara.
- Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10:00 – 17:00 Uhr.
- Freier Eintritt, wenn Sie im Voraus buchen.
Kategorien: Kanaren, Reisetipps, Gran Canaria



























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